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Praktische Ansätze zur Personalisierung Ihrer Ernährung – Teil 1

März 10th, 2020 Posted by Allgemein 1 comment
Inhalt dieses Artikels
1. Testen Sie Ihre Blutzuckerreaktion auf Lebensmittel  
2. Bluttests
3. Magen-Darm Diagnostik 

Es steht inzwischen außer Frage, dass die Personalisierung der eigenen Ernährung eine bessere Idee ist als eine Einheitsdiät zu verfolgen. Aber wie finden Sie heraus welche Nahrungsmittel am besten für Sie geeignet sind? Und was sind praktische Ansätze zur Personalisierung Ihrer Ernährung?  

Es gibt zwar keine eindeutige Antwort auf diese Frage, aber es gibt eine Reihe von Ansätzen die Ihnen helfen herauszufinden was Ihr Körper benötigt, um optimal zu funktionieren.  

1. Testen Sie Ihre Blutzuckerreaktion auf Lebensmittel  

Die Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels ist wichtig, um langfristige Gesundheitsprobleme wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden. Der Blutzucker kann sich auch stark auf Ihr Gewicht und Ihre Energie im Alltag auswirken.  

Standardisierte Instrumente, wie der Glykämische Index, versuchen zu bestimmen wie hoch ein bestimmtes Nahrungsmittel den Blutzuckerspiegel im Allgemeinen in die Höhe treibt. Verschiedene Studien haben jedoch gezeigt, dass Blutzuckerreaktionen auf die gleichen Lebensmittel sehr individuell sein können [1,2].  

Zum Beispiel können Sie eine Banane essen und einen schwachen Energieschub und einen leichten Anstieg des Blutzuckerspiegels erhalten. Ihr Ehepartner kann jedoch durch die gleiche Menge Banane einen Energieabsturz und einen enormen Anstieg seines Blutzuckers erleiden.

Das Testen Ihrer Blutzuckerreaktion auf bestimmte Lebensmittel klingt kompliziert. In Wirklichkeit sind aber nur ein Blutzuckermessgerät und einige Teststreifen aus Ihrer örtlichen Apotheke erforderlich. Natürlich können Sie die Messung Ihrer Blutzuckerreaktionen auch im Rahmen der Labordiagnostik von Team SWITALLA durchführen lassen, um eine akkurate und verständliche Auswertung der Ergebnisse und eine umfangreiche Betreuung zu erhalten.  

Notieren und beobachten Sie mindestens eine Woche lang Ihre Blutzuckerreaktion auf alle Lebensmittel die Sie konsumieren. Beginnen Sie mit der Messung Ihres Blutzuckers am Morgen, wenn sich Ihr Körper in einem nüchternen Zustand befindet. Die nüchternen Blutzuckerwerte sollten unter 100 mg/dl (unter 5,6 mmol/l) liegen [3]. Mit diesem Ausgangswert sollten Sie den Test unmittelbar nach jeder Mahlzeit sowie zwei Stunden nach jeder Mahlzeit durchführen. Hier sollte der Wert unter 140 mg/dl (<7,8 mmol/l) liegen.  

Wenn Sie Ihre Messungen eine Woche lang gut protokollieren, haben Sie einen guten Überblick darüber, welche Lebensmittel Ihren Blutzucker in die Höhe schnellen lassen und welche nicht.  

2. Bluttest

Ein guter Bluttest kann Vitamin- und Mineralstoffmängel feststellen, die durch die richtige Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden müssen. Zu diesen Mängeln gehören häufig ein niedriger Vitamin-D-Status, Mineralstoffstatus (Eisen, Zink, Magnesium, etc.), Schilddrüsenstatus, Cholesterinstatus, Werte der roten und weißen Blutkörperchen, Vitamin B und der pH-Wert. Auch Leberwerte im Blut können wichtige Informationen über Ihren Gesundheitsstatus liefern.   

Oftmals ist die Laborarbeit bei Ihrer jährlichen Untersuchung das absolute Minimum und lässt eine Menge Informationen auf dem Tisch liegen. Häufig liegt der Fokus bei Laboruntersuchungen auf „Krankheit“ statt auf „Dysfunktion“. Deshalb leiden Patienten oft viele Monate oder Jahre bevor die Diagnose gestellt wird.  
 
Wenn sich die Krankheit im Blut zeigt, kann sie bereits weit fortgeschritten sein. Deshalb ist es wichtig, die richtigen Tests anzufordern, die zukünftige Probleme schon heute vorhersagen können.   

3. Magen-Darm Diagnostik 

Sie haben es sicher schon oft gehört. ‚Der Darm ist der Sitz der Gesundheit‘. Ihre Darmflora (Darmmikrobiom) besteht aus Billionen von Mikroorganismen und ihrem genetischen Material. Diese Mikroorganismen sind an Funktionen beteiligt, die für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden entscheidend sind.

Ihr Darm entscheidet wie Sie auf einzelne Nährstoffe reagieren, welches Essen Allergien hervorruft und was für Sie gesunde Nahrung ist. Eine  ’schlechte Verdauung‘ bzw. Dysbiose* kann zu Malabsorption von Nährstoffen, Störungen des Immunsystems, Ernährungsmängeln und verschiedenen Krankheitszuständen führen.  

Eine Magen-Darm Diagnostik ermöglicht es Ihnen, die Anwesenheit oder Abwesenheit bestimmter Arten von Bakterien aber auch Hefen, Pilzen, Parasiten und Verdauungsentzündungen zu bestimmen. Die Diagnostik gibt demnach Aufschluss darüber welche Lebensmittel, Probiotika oder Antibiotika für Ihr Darmmikrobiom förderlich sind und welche das Wachstum schädlicher Organismen begünstigen.  

Sie personalisieren Ihre Ernährung demnach nicht wirklich für sich, sondern eher für Ihr Darmmikrobiom. Ganz nach dem Motto Du bist was du isst

 *Von einer Dysbiose spricht man wenn das Darmmikrobiom unausgeglichen oder gestört ist. Eine Dysbiose kann durch viele Dinge verursacht werden, unter Anderem Stress, Krankheit, Übergewicht, Antibiotika oder schlechte Ernährung. Tatsächlich ist die Ernährung der wichtigste veränderbare Faktor, der die Zusammensetzung der in unserem Darm lebenden Bakterien beeinflusst.  

Diese Ansätze zur Personalisierung Ihrer Ernährung helfen Ihnen potentielle Mängel zu erkennen und Ihre Ernährung zu optimisieren.
 
Bei der Durchführung dieser und weiterer Tests steht Ihnen Team SWITALLA gerne zur Verfügung. Wir helfen Ihnen Ihre personalisierte Optimalernährung (DEINKOST) zu finden und Ihre persönlichen Gesundheitsziele zu erreichen.  
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Quellen:  
1. Wolever,T.M.S. Personalized nutrition by prediction of glycaemic respones: Fact or fantasy? Eur. J. Clin. Nutr. 2016, 70, 411–413. 

2. Zeevi, D.; Korem, T.; Zmora, N.; Israeli, D.; Rothschild, D.; Weinberger, A.; Ben-Yacov, O.; Lador, D.; Avnit-Sagi, T.; Lotan-Pompan, M.; et al. Personalized Nutrition by Prediction of Glycemic Responses. Cell 2015, 163, 1079–1095

3. The Expert Commitee on the Diagnosis and Classification of Diabetes Mellitus, Follow-up Report on the Diagnosis of Diabetes Mellitus, Diabetes Care, volume 26, number 11, November 2003 

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